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 Thermografie für Gebäude

Der Einsatz der Thermografie hat in der Anwendung bei Gebäuden in den letzten Jahren stark zugenommen. Das liegt zum einen daran, dass die Kameras immer handlicher und inzwischen auch bezahlbar geworden sind. Es liegt aber auch daran, dass die Thermografie ein sehr gutes Instrument ist, Wärmebrücken an Gebäude schnell und zuverlässig aufzufinden und sichtbar zu machen.

 Was ist Thermografie

Thermografie ist ein Verfahren berührungslos Temperaturen von Oberflächen zu messen. Mit einer Matrix aus entsprechenden Sensoren und einer Optik werden viele Temperaturen auf der Oberfläche z.B. einer Wand gleichzeitig gemessen. Diese Oberflächentemperaturen werden bildlich durch verschiedene Farben, z.B. von rot für warm bis zu blau für kalt, dargestellt.

 Anwendungsbeispiele

Geometrische Wärmebrücken


 
Gebäudeecken, hier eine Aufnahme von innen, sind sogenannte geometrische Wärmebrücken. Durch die relativ große Oberfläche außen kann viel Wärmeenergie abfließen. Als Folge ist es im Ixel kälter als auf der Wand. Wenn die Temperatur unter 12,6° C absinkt, besteht hier die Gefahr der Schimmelpilzbildung.

Undichte Bauwerkshülle

Die folgenden Thermografieaufnahmen sind während eines Blower-Door-Tests gemacht worden. Die untersuchte Wohnung liegt im Dachgeschoss eines Berliner Mehrfamilienhauses aus der Gründerzeit. Das Dachgeschoss wurde 2002 ausgebaut. Seit Fertigstellung des Ausbaus hat sich der Energieverbrauch für Heizung fast verdoppelt. Mit dem Blower-Door-Test und den Thermografieaufnahmen sollte untersucht werden, ob der gestiegene Verbrauch technische Ursachen in der Gebäudehülle hat, etwa durch Wärmebrücken oder Leckagen in der luftdichten Hülle.

Aufnahme vor dem Blower-Door-Test

Aufnahme nach dem Blower-Door-Test
Vor der Messung im linken Bild liegen die Oberflächentemperaturen mit geringer Spreizung um die Raumtemperatur von 25°C. Während der Messung wurde in der Wohnung mittels Gebläse ein Unterdruck erzeugt. Nach der Messung zeigt sich, dass die Deckentemperatur im rechten Bild deutlich abgekühlt ist und im Decken-Wand-Ixel erkennt man Kaltluftfahnen, die durch Undichtigkeiten in der Gebäudehülle und die einströmende Kaltluft entstanden sind.

Der Blower-Door-Test ergab übrigens eine Luftwechselrate von 8,7 h-1. Der Höchstwert für eine Wohnung mit natürlicher Lüftung (Fensterlüftung) liegt bei 3,0 h-1. Die Ursache des hohen Energieverbrauchs ist hier also eine undichtie Gebäudehülle.

Die Sanierung dieses Schadens ist sehr aufwendig. Da praktisch in den meisten außenliegenden Räumen Undichtigkeit beobachtet wurden, bleibt praktisch nur der vollständige Rückbau des Innenausbaus, die Reparatur bzw. Herstellung einer luftdichten Ebene und dann ein neuer Innenausbau.